Warum eine Pflasterfläche nicht an der Oberfläche entsteht, sondern im Unterbau – und woran man später erkennt, dass dort gespart wurde.
Was man sieht, ist der kleinste Teil
Ein Pflasterbelag ist nur die oberste Schicht eines mehrlagigen Aufbaus. Ob eine Fläche nach fünf Jahren noch eben ist, entscheidet sich darunter: im Untergrund, in der Tragschicht und in der Bettung. Sackt eine Fläche ab oder bilden sich Pfützen, liegt die Ursache fast nie an den Steinen.
Der Aufbau von unten nach oben
Jede Schicht hat eine Aufgabe. Wird eine davon zu dünn ausgeführt oder nicht richtig verdichtet, wandert das Problem nach oben.
- Untergrund – tragfähig, frostsicher und mit Gefälle hergestellt
- Frostschutzschicht – verhindert Hebungen im Winter
- Tragschicht – verteilt die Last, lagenweise verdichtet
- Bettung – dünne, gleichmäßige Ausgleichsschicht
- Pflasterdecke mit verfüllten Fugen und fester Randeinfassung
Gefälle und Entwässerung mitdenken
Wasser muss kontrolliert ablaufen können, sonst steht es auf der Fläche oder läuft zum Gebäude. Zwei bis drei Prozent Gefälle sind üblich, dazu Rinnen oder Einläufe an den richtigen Stellen. Wo versickert werden soll, braucht es einen entsprechend durchlässigen Aufbau.
Die Randeinfassung hält alles zusammen
Ohne feste Einfassung wandern die Steine nach außen, die Fugen öffnen sich und der Verband verliert seine Wirkung. Bordsteine oder Randsteine in Beton rückenstützt sind deshalb kein optionales Extra, sondern Teil der Konstruktion.